Editorial

Trotz der massiven und lästigen Grabungsarbeiten und Leitungsverlegungen in der Schützen-, Kajetan-Sweth- und Kerschbaumer Straße und mehreren neuen Hochbauten gibt es wieder viel Positives aus unserem Stadtteil zu berichten.

Viele wissen vielleicht nicht, dass Neu-Arzl/Olympisches Dorf eine umfangreiche Liste an bedeutenden Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Medien, Sport etc. zu bieten hat.
In den diversen Jubiläumsschriften und in der periodischen Stadtteilzeitung wurde schon oft darüber berichtet und einige davon vorgestellt: z.B. den Maler Francesco Demetz la Rives, Armin Wolf vom ORF, Sänger und Liedermacher Jonny Hill, Radiosprecher Ernst Grissemann, Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften wie Dagmar Rom (Ski), Erwin Thaler und Adi Koxeder (Bob), Heli Tunner-Sengstschmid (Eiskunstlauf, Nina Reithmayer (Rodeln)
u.a.m.
In dieser Ausgabe geht es auch am Titelbild um die aktuell drittbeste Judokämpferin der Welt in der Gewichtsklasse bis 63 kg. Sie ist im Olympischen Dorf in der Schützenstraße 68 aufgewachsen und nun in der Spingeser Straße zu Hause: Kathrin Unterwurzacher.

Erwähnenswert ist auch die eigene Fronleichnamsprozession - wie in vielen Dörfern Tirols – aber sie findet nicht in jedem Stadtteil Innsbruck statt.

Heuer wird schon zum 7. Male das Interkulturelle Tanz- und Musikfest am Samstag, 23. September 2017, von 12 bis 18 Uhr ausgerichtet, wozu Sie jetzt schon herzlich eingeladen sind.

Der junge Stadtteil ist stolz auf seine moderne Kirche – die aber dringend eine vom Bundesdenkmalamt geforderte Restaurierung um sage und schreibe EUR 500.000,-- benötigt.

Die Freiwillige Feuerwehr hat allen Mut und alle Kraft zusammengenommen und die 1. Feuerwehr-Challenge mit großem Erfolg durchgeführt. Wir hoffen auf eine Wiederholung und Nachhaltigkeit.

Das Olympische Dorf und der gleichnamige Sportverein hat eine Konditionsgruppe, die bereits seit 1975 besteht und die sich seit nunmehr 42 Jahren immer am Montag-Abend zum Training trifft. Einige der SportlerInnen sind von Anfang an mit großem Fleiß und Begeisterung dabei.

Und last but not least pflegt man in unserem Stadtteil seit langem eine stark ausgeprägte Dankeskultur. Nach der 50-Jahr-Feier wurden vom VNO aus für die weit über 150 Helferinnen und Helfet ein Dankesessen gegeben. Eine ähnliche Aktion für die Fleißigsten und Engagiertesten aus allen Vereinen ist der alljährliche Neujahrsempfang. Nach Ostern trifft man sich immer zum Dank in einem gemütlichen Gasthaus, heuer in der vor kurzem eröffneten „Brennerei“ in Amras.
Soziales Engagement, Mitarbeit und Interessensbekundung und der Dank und die Anerkennung dafür – in welcher Form auch immer – tun jedem gut, den Gebenden und den Bedankten. Es fördert die Gemeinschaft und den Zusammenhalt, stärkt das Miteinander und vertreibt Gefühle der Einsamkeit oder gar der Nutzlosigkeit.

Zum Beispiel kann man das Platzkonzert der örtlichen Stadtmusikkapelle Speckbacher Neu-Arzl/Olympisches Dorf am Sonntag, 9. Juli, ab 10.30 Uhr am Luggerplatz als Dank der Musikkapelle an die Bevölkerung sehen. Alle sind eingeladen, für Speisen und Getränke ist gesorgt.
Kommen Sie zu einem der Vereine oder Organisationen, machen Sie mit oder zeigen Sie einfach Ihr Interesse am Tun und Wirken. Stärken Sie unsere Gemeinschaft durch Ihre Anwesenheit.
Übrigens: Der Springbrunnen am Luggerplatz ist auf Betreiben des Verbandes Neu-Arzl Olympisches Dorf endlich wieder eingeschaltet worden.

Ihr Friedl Ludescher

Link zu Aktiv&Aktuell Nr:10/2017