Projektbeschreibung


Um der Zunahme des Individualverkehrs im Tiroler Zentralraum insbesondere von und nach Innsbruck entgegenzuwirken, beschlossen das Land Tirol und die Stadt Innsbruck das Angebot des öffentlichen Verkehrs mit einer attraktiven, schnellen Straßen- und Regionalbahn zu erweitern: Das Projekt Tram/Regionabahn wurde 2010 mit den ersten Bauarbeiten gestartet.

 


Daten und Fakten zur Linie 2 und Linie 5:

  • Streckenlänge Neubau Stadtgebiet: 11,92 km
    davon im Stadtgebiet mit Ende 2017 fertiggestellt: 9,10 km
  • Neubau bis Völs: 2,20 km
  • Neubau bis Rum: 1,20 km
  • Bestand Linie 1 und 3: 9 km
  • Investitionsvolumen € 396,72 Mio (inkl. Wertsicherung bis 2020)
    davon € 140,07 Mio Straßenbahnfahrzeuge und € 256,65 Mio Infrastruktur
  • Finanzierung innerstädtisch (Tram und Regionalbahn)
  • 1/3 Land Tirol, 2/3 Stadt Innsbruck / innerstädtisch (nur Tram): 100 % Stadt / außerstädtisch: zu 100 % Land Tirol
  • Streckenverlauf der Linie 5 von Völs über die Technik, durch das Zentrum von Innsbruck (Anichstraße – Salurner Straße – Hauptbahnhof), weiter ins Olympische Dorf bis nach Rum.
  • Streckenverlauf der Linie 2 von Technik West durch das Zentrum von Innsbruck (Innrain – Museumstraße) bis ins Olympische Dorf.

 

Warum Tram/Regionalbahn?

Innsbruck mag die Öffis. Das belegen nicht nur die wachsenden Fahrgastzahlen, sondern auch aktuelle Umfragen.

Mit ca. 56 Millionen (Stand 2016) beförderten Fahrgästen im Stadtgebiet gibt es eine Steigerung um knapp 5% im Vergleich zum Vorjahr - und die Zahl steigt immer weiter. Diese starke Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln in Innsbruck hat mehrere Gründe. Neben dem generellen Anstieg der Bevölkerungszahl Innsbrucks entscheiden sich immer mehr Menschen für umweltfreundliche Mobilität und reagieren auf steigende Benzin und Treibstoffpreise indem sie auf die Alternative Bus und Tram umsteigen. Natürlich hoffen wir auch, dass die Qualität unseres Angebotes zum Umstieg motiviert.

Wie notwendig der Neubau der Tram/Regionalbahn ist, zeigt sich sehr gut am Beispiel der Linie O: Mit täglich rund 36.000 Fahrgästen zählt die Linie O zu den am stärksten frequentierten Buslinien Österreichs! Ihre Kapazitätsgrenzen sind längst erreicht. Das große Ziel ist es hier eine Lösung anzubieten, um von den Dieselbussen zur umweltfreundlicheren Tram zu wechseln. In einer Tram finden 160 Fahrgäste Platz, was 50 Menschen mehr entspricht als in einem Gelenkbus, und die Tram/Regionalbahn als Doppelgarnitur kann sogar 320 Gäste auf einmal transportieren. Damit sorgt die Tram/Regionalbahn für eine spürbare Entlastung beim Verkehrsaufkommen in Innsbrucks Zentrum.



 


Energieverbrauch
Die Tram/Regionalbahn bietet im Hinblick auf den steigenden Energieverbrauch eine nachhaltige und umweltfreundliche Lösung für mehr Mobilität in Innsbruck.

 

 


CO2-Ausstoß
Wie jedes moderne Mobilitätssystem muss sich auch die Tram/Regionalbahn dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit stellen und gerade in diesem Punkt hat sie einige Vorteile. Sie ist äußerst CO2-sparend unterwegs und zeichnet sich durch große Umweltfreundlichkeit aus. Der für den Antrieb benötigte Strom stammt zu 100 % aus dem Ökostromnetz der IKB und auch die jüngsten Messungen zur Lärmerzeugung liegen bei der Tram/Regionalbahn unter den durchschnittlichen Werten von Bus und PKW.

 




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