Editorial Aktiv&Aktuell Nr:13/2018
Panta rhei – alles ist im Fluss - gilt natürlich auch für unseren Stadtteil Neu-Arzl/Olympisches Dorf. Hier war/ist tatsächlich viel in Fluss und in Bewegung.
Bei Bewegung denke ich unwillkürlich an das Stadtteilfest vor einigen Wochen am Luggerplatz. Das war tatsächlich ein buntes, farbenfrohes, internationales Tanz und Musikfest der Sonderklasse.
Da wurde den ganzen Samstag-Nachmittag nach Herzenslust gefeiert, in den Hüpfburgen gesprungen und gespielt und viel getanzt, gegessen und getrunken. Der Lärmpegel war dementsprechend groß. Großer Dank an die Anwohner für ihr Verständnis!

Die Idee von Hazim und Petra Karahasanovic, den Gründern dieses interkulturellen Tanz- und Musikfestes, ist voll aufgegangen. Sogar unser neuer Pfarrer Andreas  hat sich neben den ISD, den Children of peace, den Kinderfreunden und Mrs. Sporty und vielen anderen, einen Tisch mit viel Informationen und selbstgebackenem Brot erbeten.
Ein rauschendes, kurzweiliges Fest – auch wenn es nur von Mittag bis 18 Uhr gegangen ist. Unser Dank gilt allen, die mitgemacht und sich bei der Organisation und Durchführung beteiligt haben. Zuvorderst Hazim mit seinem großartigen Team, dann dem Jugendzentrum SKYLINE und den Vereinen des Stadtteiles, wie die Schützen und die Stocksport-Sektion des Sportvereins, den Philatelisten und dem VNO.
Bei Bewegung fällt einem natürlich auch die täglich sichtbare Problematik der Straßenbahn ein. Sie wird wie geplant kommen. Die dazu notwendige Bautätigkeit wird in dieser Dimension in etwas mehr als einem Monat ein Ende haben. Dann wird die Buslinie O am 25. Jänner 2019 mit einer hochoffiziellen Feier am Luggerplatz durch die Straßenbahnlinie 2 ersetzt werden. Die notwendigen Testfahrten werden schon im Dezember stattfinden. Das wird ein Quantensprung im Verkehrskonzept sein und eine enorme Aufwertung für unseren Stadtteil bedeuten.

Beim wiederbelebten Seelsorgeraum Pius, Neu-Rum und Rum, den wir ja schon einmal hatten, wird es um die Begegnung und das kennenlernen, aber auch das gemeinsame Tun und Wirken aller drei Pfarren gehen. Wir stehen bereit und sind in gespannter Erwartung. Änderungen werden nicht so rasch und markant spürbar werden, wie die Umstellung vom Bus auf die Straßenbahn. Obwohl sich der neue Pfarrer Mag. Andreas Tausch, der hier im O-Dorf wohnt, schon sehr positiv bemerkbar gemacht hat. Ich persönlich halte den gebürtigen Innsbrucker für einen echten Glücksfall für unseren Stadtteil. Er ist ein durch und durch sozial eingestellter, kreativer und einfühlsamer Priester, geht auf alle Menschen zu und sucht das Gespräch. Gott sei Dank!
Andreas hat mir von seiner Verwunderung, ja vorübergehenden Enttäuschen bei seinem ersten Spaziergang durch unseren Stadtteil erzählt. Bei dem ihm die weit verbreitete Anonymität und die fehlende Grußkultur aufgefallen ist. Das hat mich auch nachdenklich gemacht und dazu bewogen, durchaus auch selbstkritisch einig aufmunternde und motivierende Sätze zur verbesserungswürdigen Grußkultur zu schreiben. Mit Ihrer Unterstützung könnten wir diesbezüglich in unserem Stadtteil sicher etwas zum Positiven bewegen, gemeinsam könnte es uns gelingen.
Und unseren traditionellen VNO-Kulturadvent gibt es ab Samstag, dem 24. November, natürlich auch wieder!
Mit besten Wünschen für eine besinnliche Adventzeit,
ihr Friedl Ludescher