Als weltweit einzige Stadt war die Tiroler Landeshauptstadt dreimal – 1964, 1976 und 2012 – Austragungsort Olympischer Winterspiele. Mit zahlreichen Festveranstaltung und Aktionen feiert Innsbruck heuer das 50-jährige Jubiläum als Olympiastadt. Eines der größten Veranstaltungs-Highlights im Jubiläumsjahr ging am 21. und 22. Juni am DDr. Alois-Lugger-Platz über die Bühne: Die Festveranstaltung „50 Jahre Olympisches Dorf“. Innsbrucks jüngster Stadtteil feierte damit ein halbes Jahrhundert. Zahlreiche BürgerInnen sowie eine Vielzahl an SportlerInnen und Festgästen nahm am bunten Veranstaltungsprogramm teil.

Ein Höhepunkt des Wochenendes war der landesübliche Empfang sowie die Festveranstaltung, bei der die Spitzensportlerin Daniela Iraschko-Stolz mit dem Sportehrenzeichen der Stadt Innsbruck ausgezeichnet wurde. „Nachdem Sie bereits als steirische ,Sportlerin des Jahres‘ ausgezeichnet wurden, freut es mich ganz besonders, Ihnen heute seitens Ihrer Wahlheimat – der Stadt Innsbruck – das Sportehrenzeichen überreichen zu dürfen“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer in ihrer Ansprache: „Das große Stadtteilfestes hier im Olympischen Dorf bildet den idealen Rahmen für diese Auszeichnung, die Sie für ihre Leistungen und Verdienste für den österreichischen Frauenfußball- und Damenskisprungsport erhalten. Herzliche Gratulation dazu!“ Auch Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, der für Sport ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, der Vorsitzender des Ausschusses für Sport und Gesundheit, Gemeinderat Arno Grünbacher, Präsident Hofrat Prof. Mag. Friedl Ludescher (Verband Neuarzl/Olympisches Dorf) sowie zahlreiche VertreterInnen des Gemeinderates und des Stadtmagistrates waren anwesend.

Neben Daniela Iraschko Stolz wurden auch die erfolgreichen SportlerInnen Claudia Lösch und Gregor Schlierenzauer – der durch seine Eltern vertreten wurde – für ihre Erfolge und Leistungen geehrt. Sie erhielten jeweils 5.000 Euro sowie Blumen und eine Flasche „Olympiawein“.

Es gab viel zu erleben
Das bunte Jubiläumsprogramm startete bereits am Samstag mit einem Sonderpostamt mit Jubiläumsmarke sowie einer Oldtimer-Traktoren-Parade, dem Einmarsch der Nationen und Generationen, einem Kinderspielfest und Blaulicht-Nachmittag sowie interreligiösen Begegnung und einem Zeltfest mit Tiroler Abend. Am Sonntag fand schließlich der landesübliche Empfang, eine Festmesse mit Festakt statt. Frühshoppen mit Harry Prünster und ein Zeltfest waren der ideale Ausklang für das Fest im Zeichen des Sportes.

Ein Rückblick
Die Spiele 1964 waren von einer großen Euphorie und Aufbruchsstimmung begleitet, es entstanden Sportstätten und die Chancen der Spiele wurden allgemein als sehr positiv gesehen. 1.091 AthletInnen traten bei 34 Bewerben in acht Sportarten an und stießen in Innsbruck auf reges Zuschauerinteresse. Die Spiele waren insgesamt ein großer Publikumserfolg: Durch hervorragende Infrastruktur konnten erstmals mehr als 1 Million ZuschauerInnen in den modernen Sportstätten begrüßt werden. 70 Sonderzüge für 30.000 interessierte BesucherInnen aus Deutschland, 40.000 jubelnde in der Axamer Lizum und 60.000 Fans bei Egon Zimmermanns Triumphfahrt am Patscherkofel sprechen eine deutliche Sprache. Darüber hinaus waren die Spiele 1964 die ersten, die im Fernsehen übertragen wurden.

Auch für die Stadtentwicklung der Tiroler Landeshauptstadt waren die Olympischen Winterspiele 1964 von großer Bedeutung: Mit dem Startschuss für den Bau des Olympischen Dorfes wurde ein neuer Stadtteil geboren, womit dringend benötigter Wohnraum entstand. Heute leben rund 9.000 Menschen aus 55 Nationen im jüngsten Innsbrucker Stadtteil.