Die bewegende und berührende Geschichte des selig gesprochenen Pfarrers Otto Neururer, der durch die Nazis am 30. Mai 1940 im Konzentrationslager Buchenwald auf brutale Art und Weise hingerichtet wurde, ist erst wieder durch den Film vom Regisseur Hermann Weiskopf mit dem Titel „Otto Neururer – hoffnungsvolle Finsternis“ in den Tiroler Medien aktualisiert worden, der im Herbst in den Kinos anlaufen wird.


Für viele im Olympischen Dorf ist Otto Neururer alltäglich gegenwärtig, denn wir haben seit Jahren gleich drei bedenkenswerte Erinnerungspunkte an diesen besonderen Menschen und „modernen“ Seligen (selig gesprochen am 24.11.1996):
Das Neururer-Denkmal im Olympiapark, die Otto-Neururer-Straße und die Otto-Neururer-Kapelle im Wohnheim.
Als Pfarrer von Götzens ließ er sich durch das Nazi-Regime nicht einschüchtern und riet einer Frau, die ihn als Priester um Rat befragte davon ab, einen Nazi zu heiraten. Das war im Wesentlichen der Grund seiner Verhaftung, seiner Haft im Gestapo-Gefängnis in Innsbruck und seiner Deportation in das Konzentrationslager Dachau. Anschließend brachte man ihn in das KZ Buchenwald bei Weimar, wo er dann in einer dunklen Zelle an den Fußfesseln kopfüber aufgehängt wurde, bis ihn der Märtyrer-Tod aus den Qualen erlöste.
Er ist ein mutiger, tapferer und unbeugsamer Zeuge und Mahner dafür, dass auch wir aufgerufen sind, gegen ein unmenschliches politisches System, wie den Nationalsozialismus, immer wieder unsere Stimme und Hand zu erheben.
(Übrigens ist Otto Neururer der Religionslehrer von Bischof Reinhold Stecher gewesen.)
Jeden Freitag um 10 Uhr wird in dieser Otto-Neururer-Kapelle im Wohnheim an der Innpromenade eine würdige katholische Messe gefeiert, zu der jeder/jede herzlich eingeladen ist.

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