Die Taubenpopulation im südlichen Teil des Olympischen Dorfes hat deutlich zugenommen, diese Beobachtungen decken sich auch mit einem Bericht der Innsbrucker Immobilien GmbH und Co KG (IIG). Betroffen sind davon vor allem die Wohnhäuser Kajetan-Sweth-Straße 26 bis 54. Herkömmliche Abwehrmaßnahmen wie Taubenspikes und Netze lösten das Problem bisher nicht und bewirken nach Ansicht des Referates für Veterinärwesen lediglich eine Verlagerung. Mit einem betreuten Taubenschlag ist dagegen eine Verringerung der Taubenpopulation möglich: Die Tauben aus einem Umkreis von mehreren hundert Metern finden dort Futter und Wasser. Anschließend legen sie Eier, die durch Imitate ersetzt werden. Bei guter Betreuung bleiben die Tiere auf lange Sicht nur noch im Taubenschlag.

Dieser Taubenschlag soll auf dem neuen Turmleistungszentrum errichtet werden, was mit dessen NutzerInnen sowie der Schulverwaltung und dem Sportamt abgestimmt ist. Die Kosten werden laut IIG auf rund € 36.000.- geschätzt, zusätzlich fallen monatliche Versorgungskosten von € 300-400 für Instandhaltung, Futter, Wasser und Heizung an. Die Stromkosten gehen zu Lasten der Schule, der Rest ist von der IIG zu tragen, die auch einen Vertrag mit dem Verein Tiroler Tierengel über die Betreuung der Anlage abschließt. Es wird vorgeschlagen, dass die Stadt Innsbruck die Errichtungskosten des Taubenschlags mit einer Einmalzahlung von € 10.000 subventioniert.

Der Stadtsenat stimmte einstimmig der Errichtung eines betreuten Taubenschlags durch die IIG zu. Dazu leistet die Stadt Innsbruck einen einmaligen Zuschuss von € 10.000.- an die IIG. Der Stadtsenat beauftragt zur Auszahlung des Zuschusses die Magistratsabteilung IV. (KS)